• Veröffentlicht: 01.07.2009
  • Auf SciViews seit: 02.09.2013
  • Sprache: ohne gesprochene Sprache
  • Laufzeit:
    0:00:09
Geologie

Wie im Lehrbuch

Ausbrechende Vulkane lassen sich aus dem All gut beobachten, wenn es die Bewölkung zulässt. Die Aschewolken des Sarytschew zeigen, was dabei passiert.

Vom SciViews-Autor

Der Vulkan Sarytschew ist Teil der russischen Kurilen-Inselgruppe nördlich von Japan. Als er am 12. Juni 2009 nach Jahrzehnten relativer Ruhe wieder ausbrach, gelang diese seltene Bildfolge: Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation (ISS) nahmen während eines nur wenige Minuten dauernden Überflugs die Eruptionswolke auf.

Man sieht sie hier wie in einem Lehrbuch – allerdings wegen des sich verändernden Überflugwinkels sogar dreidimensional. Wolken wie diese steigen in die zweite Luftschicht der Atmosphäre – die Stratosphäre – auf, wo sie beginnen, breiter zu werden. Das zeigt dieses Video – und noch mehr. Weil die heiße Asche an der Außenseite der Wolke schon bald wieder nach unten sinkt, fließen dort dann Lawinen aus heißer Vulkanasche die Hänge hinab. Auch solche pyroklastischen Ströme, die bis ins Meer reichen, sind als dunkelgraue Wolken an der Vulkanbasis andeutungsweise zu erkennen.

Wie beim isländischen Eyjafjallajökull im Jahr 2010 führte auch der Sarytschew-Ausbruch zu Flugverboten, weil über diesen Teil des westlichen Pazifiks internationale Flugrouten verlaufen.

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