Diese Seite wird bereitgestellt von: Nature
  • Veröffentlicht: 26.04.2017
  • Auf SciViews seit: 28.04.2017
  • Sprache: englisch
  • Laufzeit:
    0:05:11
Anthropologie

Sind Amerikaner 100.000 Jahre älter als gedacht?

Spuren an einem Mastodon-Fossil, die von Werkzeugen hinterlassen wurden, könnten eine Neuschreibung der Besiedlungsgeschichte des nordamerikanischen Kontinents erfordern.

Eine Ausgrabung in Kalifornien eröffnet möglicherweise ein neues Kapitel in der Geschichte der Besiedlung Amerikas. Forscher behaupten, dass sie hier auf Zeichen menschlicher Aktivität gestoßen seien. Sie fanden Knochen eines Mastodons, eines seit der letzten Eiszeit ausgestorbenen Verwandten von Elefanten und Mammuts. Seine Überreste zeigen Brüche und Markierungen, die von Steinwerkzeugen stammen könnten. In der Nähe der Knochen fanden die Wissenschaftler zudem mehrere Steine, die möglicherweise von Menschen als Werkzeuge genutzt wurden.

Die größte Überraschung lieferten nun neue Datierungen der Funde: Die archäologische Stätte könnte bis zu 130 000 Jahre alt sein. Die ältesten bisher bekannten Zeichen menschlicher Aktivität auf dem amerikanischen Kontinent sind über 100 000 Jahre jünger. Viele Archäologen zweifeln darum noch an der Richtigkeit der neuen Studie und wünschen sich detailiertere Untersuchungen und insbesondere weitere aufschlussreiche Funde. Bestätigt sich aber die Hypothese der Forscher, wäre dies eine Sensation – dann müsste die Besiedlungsgeschichte Amerikas komplett umgeschrieben werden.

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