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  • Veröffentlicht: 21.01.2015
  • Auf SciViews seit: 08.03.2015
  • Sprache: deutsch
  • Laufzeit:
    0:02:12
Speicherring-Technologie

Das BESSY-VSR-Prinzip

Was ist eigentlich ein Variabler Pulslängen-Speicherring?

Das "VSR" in BESSY-VSR steht für Variable Pulse Length Storage Ring oder auf deutsch: Variabler Pulslängen-Speicherring. Aber was soll das eigentlich bedeuten? In zwei Minuten tanzen Mitarbeiter des HZBs vor, um was es geht. Der Beschleunigerphysiker Paul Goslawski erklärt unterdessen das Prinzip.

Zurzeit liefert BESSY II im Regelbetrieb einen hohen Photonenfluss bei einer festen Pulslänge von 20 Pikosekunden. Nur wenige Tage im Jahr wird der Betrieb umgeschaltet, so dass Proben auch mit extrem kurzen Pulsen von etwa zwei Pikosekunden untersucht werden können. Dabei wird jedoch der Photonenfluss sehr stark reduziert. Dies soll sich durch das neue Konzept BESSY-VSR (Variable Pulslängen-Speicherring) verändern: In Zukunft sollen unsere Nutzerinnen und Nutzer an jeder einzelnen Beamline und für jedes Experiment die benötigte Pulslänge frei bestimmen können, und zwar ohne Verlust an Intensität. Damit schließt BESSY-VSR die Lücke zwischen Speicherringen wie PETRA III und Freien-Elektronen-Lasern. BESSY-VSR wird neue experimentelle Fragestellungen für die Forschung an Energiematerialien ermöglichen; so könnten wir Einblick in die schnellen Veränderungen der Elektronenstruktur während chemischer Reaktionen gewinnen, quantenphysikalische Effekte auf Zeitskalen von Pikosekunden untersuchen oder schnelle Umschaltprozesse in neuen Materialien für zukünftige, "grüne" Informationstechnologien beobachten.

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