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  • Veröffentlicht: 21.09.2012
  • Auf SciViews seit: 10.02.2015
  • Sprache: deutsch
  • Laufzeit:
    0:15:27
HIrnschau

Neuronale Baumstrukturen in voller Pracht

Der Biologe Hermann Cuntz hat die architektonischen Prinzipien von Dendriten entschlüsselt. Mit einer mathematischen Formel kann er ihre Struktur nachbilden.

Dendriten, die signalempfangenden Fortsätze eines Neurons, sehen aus wie die kunstvollen Verästelungen eines Baumes. Der Biologe Hermann Cuntz vom Ernst Strüngmann Institute in Frankfurt hat eine Toolbox entwickelt, mit der sich diese Verästelung per Software erforschen lässt. In diesem Video erklärt er dem Chefredakteur von dasGehirn.info Arvid Leyh, nach welchen Prinzipien er seine künstlichen Äste im Computer hat wachsen lassen.

Cuntz griff dafür auf zwei Gesetze über neuronale Verzweigungen zurück, die der bedeutende Neurowissenschaftler Santiago Ramón y Cajal (1852 - 1934) vor rund 100 Jahren aufgestellt hat: Darunter das Prinzip, dass kurze Wege von den Dendriten zum Zellkörper eine schnelle Kommunikation bedeuten. Und siehe da: Das Ergebnis von Cuntz' mathematischer Gärtnerarbeit ist von echten Zellen kaum zu unterscheiden und von preisgekrönter Schönheit.

Kommentare

#1 Bedeutung für Rechnersimulierte SNNs

Dijkstra's Algorithmus (https://de.wikipedia.org/wiki/Dijkstra-Algorithmus) für minimale Spannbäume ist stets faszinierend. Die Bedeutung für Rechnergestützte SNN-Simulationen (https://de.wikipedia.org/wiki/Gepulste_neuronale_Netze) entspräche in Analogie dem exakten Algorithmus für Vogelfedern, wenn man ein Flugzeug bauen will.

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