Kostenloses E-Book: "Web Video Wissenschaft"

Ohne Bewegtbild läuft nichts mehr im Netz. Wie Wissenschaftsvideos das Publikum erobern

Es ist ein weiter Weg von Amateurvideos mit niedlichen Katzen und süßen Babys, wie sie Youtube einst groß gemacht haben, zu Kurzfilmen im Netz, die wissenschaftliches Wissen über den evolutionären Stammbaum der Feliden in eine spannende Geschichte verpacken oder ihre Zuschauer für die neuesten Erkenntnisse über die Embryogenese im Mutterleib begeistern.

Wo stehen wir auf diesem Weg, oder konkreter gefragt: Wie findet (Natur-)Wissenschaft in Form bewegter Bilder gegenwärtig ihren Niederschlag im Netz?

Um das herauszufinden, lassen die Herausgeber Thilo Körkel und Kerstin Hoppenhaus für dieses E-Book Expertinnen und Experten zu Wort kommen, die auf diesem Feld aktiv sind: als Medien- und Kommunikationswissenschaftler, als YouTube-Unternehmer, YouTuber oder YouTube-Redakteur, als Wissenschaftsjournalisten, Wissenschaftler, Filmemacher und Filmproduzenten.

Dieses E-Book wurde durch die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus gefördert.

Autoren, Interviewpartner und Herausgeber

Die Autoren: Christoph Krachten, Franziska von Kempis, Joachim Allgaier, Philipp Hummel, Theresa Moebus, Caroline Y. Robertson-von Trotha, Philipp Niemann, Thomas Metten, Timo Rouget, Claudia Pinkas-Thompson, Jesús Muñoz Morcillo, Klemens Czurda, Cassie Williams

Die Interviewpartner: Grégoire Courtine, Saskia Kress, Wolfgang Jaschensky

Die Herausgeber: Thilo Körkel ist Diplomphysiker und Redakteur für Astronomie und Physik bei Spektrum der Wissenschaft. Er verantwortet für den Heidelberger Verlag SciViews.de, ein Portal für Wissenschaftsvideos. Kerstin Hoppenhaus ist gelernte Biologin. Sie arbeitet als Journalistin, macht Filme für Fernsehen und Forschung und entwickelt und realisiert dokumentarische Online-Projekte. Außerdem unterrichtet sie an der Filmakademie in Ludwigsburg.

Kostenloser Download

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Bibliographische Angaben: Körkel, Th., Hoppenhaus, K.: (Hg.): "Web Video Wissenschaft – Ohne Bewegtbild läuft nichts mehr im Netz: Wie Wissenschaftsvideos das Publikum erobern". Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 2016

Ersterscheinungsdatum: 13.4.2016

Kontakt zu den Herausgebern

Thilo Körkel, Kerstin Hoppenhaus

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Über Web, Video, Wissenschaft
Wo Wissenschaft auf Populärkultur trifft
Die Erfolgsfaktoren für Online-Video
Über die Influencer zur Zielgruppe
Als Print das Filmen lernte
Multimediageschichten aus dem Texthaus
Vorstoss ins Neuland – Webvideos in der Wissenschafts-PR
Eingerissene Mauern – Recherche mit Überraschungen
Offene Labortüren – Forschen unter dem Blick der Kamera
"Trusted home of online science video"
Was zeichnet eigentlich ein wissenschaftliches Webvideo aus?
Eine Typologie der Wissenschaftskommunikation auf Youtube & Co.
Jenseits von Video
Kommentierte Linkliste: Links ins bewegte Netz


Über Web, Video, Wissenschaft

Es ist ein weiter Weg von Amateurvideos mit niedlichen Katzen und süßen Babys, wie sie Youtube einst groß gemacht haben, zu Kurzfilmen im Netz, die wissenschaftliches Wissen über den evolutionären Stammbaum der Feliden in eine spannende Geschichte verpacken oder ihre Zuschauer für die neuesten Erkenntnisse über die Embryogenese im Mutterleib begeistern. Wo stehen wir auf diesem Weg, oder konkreter gefragt: Wie findet (Natur-)Wissenschaft in Form bewegter Bilder gegenwärtig ihren Niederschlag im Netz? Einige Antworten auf diese Frage will das vorliegende E-Book geben – in Schlaglichtern und keinesfalls nach Vollständigkeit strebend.

Geht man das Thema naiv an und googelt nach den Begriffen "Wissenschaft" und "Video", tauchen einige große Namen aus der deutschen Medienlandschaft auf. Die aber haben, so stellt man schnell fest, an Wissenschaftsvideo nur wenig zu bieten, dem man eine gesonderte Betrachtung zukommen lassen müsste. Versucht man sein Glück direkt bei Youtube, konfrontieren uns gleich die ersten Trefferseiten zum Begriff "Wissenschaft" mit Quantenesoterik, außerirdischen Flugobjekten und pseudowissenschaftlichen Begründungen religiöser Glaubensinhalte.

Wer so sucht, wird den Boom der Wissenschaftsvideos glatt verpassen. Befeuert wird er ...


Wo Wissenschaft auf Populärkultur trifft

Weil auf Videoportalen kaum redaktionelle Mechanismen greifen, handelt es sich bei Youtube & Co. um Eldorados für Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und Leugner des Klimawandels. Noch setzen die etablierten wissenschaftlichen Einrichtungen dieser Entwicklung wenig entgegen.

Von Joachim Allgaier

Sieht man sich die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2015 an, einer von der gemeinnützigen Organisation Wissenschaft im Dialog durchgeführten repräsentativen Meinungsumfrage zum Thema Wissenschaft und Gesellschaft, ist die Befundlage ziemlich eindeutig. Über zwei Drittel (69 Prozent) der befragten jungen Leute zwischen 14 und 29 Jahren geben an, sich auf Youtube oder ähnlichen Videoplattformen über Wissenschaft und Forschung zu informieren. Bei den 30- bis 39-Jährigen tun dies ebenfalls mehr als die Hälfte (55 Prozent), bei den 40- bis 49-Jährigen immerhin fast die Hälfte (46 Prozent). Außerdem wissen wir, dass Youtube in vielen Ländern zu den beliebtesten Internetseiten gehört.

Dass Wissenschaftsthemen auf Youtube nachgefragt werden, erklärt sich wohl vor allem auch dadurch, dass audiovisuell aufgearbeitete und unterhaltsam präsentierte Themen für viele Menschen zugänglicher sind als die gleichen Informationen in Textform. Das Problem ist jedoch: ...


Die Erfolgsfaktoren für Online-Video

Der Trend zu nichtlinearen Bewegtbildangeboten ist unaufhaltsam. Wer mit Online-Videos erfolgreich sein will, muss allerdings die Regeln des Netzes beherrschen – vor allem die der sozialen Medien.

Von Christoph Krachten

Seit einigen Jahren gewinnt Online-Video immer mehr an Bedeutung. Eine ganze Generation sieht kaum noch fern, sondern sucht und findet ihre Inhalte on demand im Web – etwa auf Youtube, in den Mediatheken der Fernsehsender oder bei Abonnementangeboten wie Netflix. Gleichzeitig werden die Zuschauer immer jünger. Eltern setzen ihre dreijährigen Kinder vor Tablets, um sie zu beschäftigen. Für die Generation der ab Sechsjährigen passt nur Online-Video noch in ihren von den sozialen Medien bestimmten Tagesablauf. Zu Twitter, Facebook, Snapchat und WhatsApp bildet nichtlineares Video die perfekte Ergänzung: Es kann zu beliebigen Tageszeiten geteilt, diskutiert und empfohlen werden und ist so Bestandteil einer multimedialen Lebenswelt.

Online-Video hat aber auch für alle anderen Zuschauer einen entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichem Fernsehen: ...


Über die Influencer zur Zielgruppe

Wie gelangen Wissensinhalte an ihre Adressaten? Die Medieninitiative MESH Collective spricht erfolgreich jugendliches Publikum mit Bildungsthemen an, indem sie mit reichweitenstarken Youtubern kooperiert. Können davon auch Wissenschaftskommunikatoren lernen?

Von Franziska von Kempis

Im Februar 2015 ist Youtube zehn Jahre alt geworden und hat schon in dieser kurzen Zeit eine ganze Generation geprägt. Dabei wurde das Videoportal anfangs vor allem zum kostenlosen Musikhören verwendet: Viele Lieder waren auf einmal frei zugänglich, überdies konnte man durch die Playlists anderer Nutzer stöbern. Youtube wurde wichtigster Partygast, brachte aber nicht nur Musik mit, sondern auch die berühmt-berüchtigten Katzen- und Homevideos.

Heute hat sich Youtube professionalisiert und zeigt sich mit zahlreichen Gesichtern. Eines davon interessiert uns, die Medieninitiative MESH Collective , ganz besonders: ...


Als Print das Filmen lernte

An Video kommt kaum ein Online-Auftritt eines Publikums-mediums mehr vorbei. Was haben die deutschsprachigen Print- und Online-Redakteure ihren Usern an Wissenschaftsvideos zu bieten, welche Strategien verfolgen sie, und was bringt es ihnen? Wir haben uns in 14 Redaktionen umgehört.

Von Theresa Moebus

Über eines herrscht bei Vertretern der Publikumsmedien große Einigkeit: Die wissenschaftsinteressierten Nutzer der Online-Angebote von Tages- und Wochenzeitungen, Magazinen und rein digitalen Publikationen wollen Video. Und sie bekommen es, fast immer. Für die Redaktionen ist das mehr Arbeit, sie schätzen aber auch den Mehrwert: Bewegtbild eignet sich gut, um wissenschaftliche Themen zu erklären, um sie erfahrbar zu machen und um Begeisterung zu wecken – also für Oho- und Aha-Erlebnisse.

Was bedeutet das aber für die Videostrategie der Redaktionen? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Wie weit, das wollten wir genauer wissen. Unsere Frage lautete: ...


Multimediageschichten aus dem Texthaus

Wolfgang Jaschensky, Leiter der Entwicklungsredaktion von SZ.de, will künftig mehr multimediale Geschichten produzieren. Dank eines wachsenden Erfahrungsschatzes ist der Aufwand für die Projekte deutlich gesunken. Kerstin Hoppenhaus hat mit ihm geprochen.

Kerstin Hoppenhaus: Herr Jaschensky, eine Ihrer jüngeren Multimedia-Produktionen berichtet über einen Pestausbruch in Madagaskar. Worum geht es genau?

Wolfgang Jaschensky: Bei "Der Schwarze Tod" begeben sich zwei Reporter auf Spurensuche nach Madagaskar und zeichnen nach, wie die Pest, die wir aus europäischer Sicht eigentlich für ausgerottet halten, dort noch wütet und weiter um sich greift. Formal ist die Geschichte aus meiner Sicht interessant, weil sie für eine aus einem Texthaus wie der SZ kommende Produktion sehr bildlastig ist. Und weil es uns gelungen ist, wie mir scheint, die Geschichte so zu erzählen, dass der Leser gut hindurchgeführt wird und nicht das Gefühl hat – wie oft bei Multimedia-Geschichten –, zwischen den Darstellungsformen ...


Vorstoss ins Neuland – Webvideos in der Wissenschafts-PR

Reine Eigenwerbung oder gute Wissenschaftskommunikation? So präsentieren sich die großen Forschungsorganisationen filmisch im Netz.

Von Philipp Hummel

In den ersten vier Minuten des Videos ist kein Mensch zu sehen. Jedenfalls nicht aus der Nähe. Danach sieht man endlich welche: Eine Forscherin im weißen Laborkittel zerschneidet einen Zuckerrohrsteckling und gibt die Schnipsel in ein Reagenzglas. Doch sie spricht nicht. Niemand spricht, lediglich aus dem Off ist ein lobhudelnder Kommentar zu hören. Mit monotoner Stimme preist die Sprecherin die Bedeutung der Forschung für Deutschlands Zukunft und die fabulöse Rolle, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG, dabei spielt.


Eingerissene Mauern – Recherche mit Überraschungen

Von Philipp Hummel

Die Debatte um das Verhältnis zwischen Journalismus und PR hat in den letzten Jahren viele KollegInnen beschäftigt. Besonders problematisch ist die Situation, wenn es zu einer unzulässigen Vermischung beider Sphären kommt. Die Recherche zu dem vorangegangenen Beitrag im Sommer 2015 hat nun ein Beispiel für genau eine solche Vermischung zutage gefördert. Sie zeigt, wie zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Redaktion des Westdeutschen Rundfunks (WDR) Filmmaterial ausgetauscht wurde. Im Zentrum steht ein Journalist als freier Autor, dessen Autorenbüro aktiv versucht hat, die Trennung zwischen Journalismus und PR im Wissenschaftsbereich aufzuheben.

Der WDR, so ergab die Recherche, beauftragte den freien Autor damit, ein Filmporträt über den Gewinner des Communicator-Preises 2015, den Schmerzmediziner Boris Zernikow, zu erstellen. Den "Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes" erhält laut DFG, wer sich in hervorragender Weise um die Vermittlung seiner wissenschaftlichen Ergebnisse in die Öffentlichkeit bemüht; er wird vom Stifterverband ...


Offene Labortüren – Forschen unter dem Blick der Kamera

Ratten mit durchtrenntem Rückenmark auf dem Seziertisch: Grégoire Courtine, Professor an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, hat sein Labor für einen Dokumentarfilmer geöffnet. Das Ergebnis ist als Webdoku im Netz zu sehen. Kerstin Hoppenhaus hat mit dem Experten für Neurorehabilitation gesprochen.

Kerstin Hoppenhaus: Monsieur Courtine, Sie haben Ihr Forschungsprojekt als Webdoku veröffentlicht. Wie sind Sie auf diese ungewöhnliche Idee gekommen?

Grégoire Courtine: Eigentlich ist das eine lange Geschichte. Als Jugendlicher habe ich viel Theater gespielt, und es macht mir nichts aus, frei zu reden oder vor der Kamera zu stehen. Später, während meiner Doktorarbeit, habe ich oft an Outreach-Aktivitäten meiner Universität teilgenommen – an Science Fairs, Filmabenden, solchen Dingen. Bei einer dieser Veranstaltungen habe ich ...


"Trusted home of online science video"

The explosive growth of video content provided the Royal Institution in London with an opportunity to reach whole new audiences online – with remarkable success. The Ri Channel, founded in 2011, combines inhouse productions with curated content and adresses the general public.

Von Cassie Williams

The Royal Institution of Great Britain (Ri) was founded in London in March 1799 with the aim of introducing new technologies and teaching science to the general public. Our charitable purpose has always been to encourage people to think more deeply about the wonders and applications of science, and we continue to be guided by this mission over 200 years later.

Since sharing science with a wide public audience is at the heart of our work, the recent explosive growth in video content provided us with an opportunity to reach whole new audiences online, and so the Ri Channel was launched in December 2011. From the start, the Ri Channel’s mission has been "to become the trusted home of online science video and a world leader in digital science engagement" and, just like the Royal Institution, the Ri Channel makes ...


Was zeichnet eigentlich ein wissenschaftliches Webvideo aus?

Bewegtbildformate im Netz, die über Wissenschaft berichten, sind für die Wissenschaftskommunikationsforschung noch Neuland. In einer detaillierten Fallanalyse untersuchten vier Medienwissenschaftler die Entstehungsbedingungen und Charakteristika eines Webvideos.

Von Thomas Metten, Philipp Niemann, Claudia Pinkas-Thompson, Timo Rouget

Webvideos haben sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Medium der externen Wissenschaftskommunikation entwickelt. Auf den Webseiten nahezu aller großen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen finden sich neben den klassischen Text- und Bild-Medien inzwischen mehr oder weniger eigenständige Videoproduktionen. So bietet beispielsweise die Deutsche Forschungsgemeinschaft das DFG Science TV an, das wissenschaftliche Projekte in filmischen Forschungstagebüchern begleitet, das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung unterhält eine eigene Webseite, auf der Themen aus unterschiedlichen Bereichen der Meeresforschung in Filmen präsentiert werden und die "Initiative Wissenschaft Hannover" präsentiert unter der Rubrik "Forschung & Innovation" ganz selbstverständlich eine Reihe von Webvideos, die Bereiche wie Werkstoffkunde oder Physik umfassen.

Populärwissenschaftliche Verlage und Zeitschriften wie Nature, Spektrum der Wissenschaft oder Bild der Wissenschaft betreiben ebenfalls teils eigene Videoportale oder sind an der Produktion von Webvideos beteiligt. Hinzu kommen bundesweite Wettbewerbe wie Fast Forward Science oder das Foresight Filmfestival sowie Seminare für Nachwuchsfilmemacher, zum Beispiel von der science2movie-Academy, die gezielt auf eine Intensivierung der wissenschaftlichen Videoproduktion hinarbeiten. Daher überrascht es kaum, dass alleine bei Youtube rund ...


Eine Typologie der Wissenschaftskommunikation auf Youtube & Co.

Wie wird Wissenschaft auf Youtube vermittelt? Welche Genres dominieren? Und welche Präsentationsformen versprechen den größten Erfolg? Eine Untersuchung von 100 internationalen Wissenschaftskanälen gibt erste Aufschlüsse.

Von Jesús Muñoz Morcillo, Klemens Czurda und Caroline Y. Robertson-von Trotha

Die Produktion populärwissenschaftlicher Webvideos ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Eine zunehmende Anzahl an Filmproduzierenden bereichert Videoplattformen wie Youtube oder Vimeo mit populärwissenschaftlichen Inhalten abseits der institutionalisierten Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftsvideos sind offensichtlich beliebt. Aber welche Faktoren liegen ihrer florierenden Produktion zu Grunde? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht, denn die Vielzahl unterschiedlicher Formate und Produzierender erschwert eine qualitative Definition des populärwissenschaftlichen Webvideos.


Jenseits von Video

Bei der Produktion der mittlerweile mehrfach ausgezeichneten crossmedialen Dokumentation "netwars / out of CTRL" kämpften Saskia Kress und ihr Team mit vielen Herausforderungen. Nun will die Geschäftsführerin der Berliner Filmtank GmbH das Potenzial des Formats auf Wissenschaftsthemen ausweiten. Kerstin Hoppenhaus hat mit ihr gesprochen.

Kerstin Hoppenhaus: Ihr crossmediales Projekt "netwars / out of CTRL" über den Krieg im Netz erhielt mehrere Preise, unter anderem den Grimme Online Award. Warum haben Sie nicht einfach einen Dokumentarfilm gedreht?

Saskia Kress: Die Kernidee bei "netwars" bestand darin, das komplexe Thema Cyberwar eben gerade nicht so abzubilden, wie wir das üblicherweise machen, sondern andere, vielleicht sogar emotionalere Ansätze zu suchen, mit denen wir auch Leute für das Thema begeistern können, die sich sonst nicht damit beschäftigt hätten. Wir wollten ein ganzes Themenuniversum bauen, das die Nutzer ...


Links ins bewegte Netz

Dieses Kapitel führt stichprobenartig kleinere und größere Angebote an Wissenschaftsvideos auf, die sich an eine breitere Öffentlichkeit richten, darunter viele englischsprachige Angebote. TV-Sender bleiben im Folgenden unberücksichtigt. In einigen Artikeln dieses E-Books sind weitere Links sowie kommentierte Video- und Multimedia-Tipps von AutorInnen und InterviewpartnerInnen zu finden.

Aufgeführt sind: Youtube-Kanäle und unabhängige Videoprojekte | Forschungseinrichtungen und -organisationen | Stars im englischsprachigen Raum | Festivals & Events | Zeitungen und Magazine | Musikvideos | NobelpreisträgerInnen